Wanderroute durch das Naturschutzgebiet Altrhein bietet Erholung pur.

Es gibt Wanderrouten, die in ihrer Vielfalt an Natur kaum zu überbieten sind. Ein solcher Weg führt durch das Naturschutzgebiet Altrhein und bietet naturverbundene Erholung direkt vor der Haustür. Die Uferböschung des abgetrennten Rheinarmes bietet den idealen Ausblick auf die noch unberührte
Natur. Die Rohrdrommel ist hier noch genau so zu Hause wie Fuchs und Dachs. Wo gibt es noch ein solches zusammenhängendes Schilfrohrgebiet mit seltenen Binsengewächsen? Wasservögel aller Art kann man dort beobachten.
Der Weg beginnt in Eich am Parkplatz Altrheinsee. Auf dem stillgelegten Gleis der Altrheinbahn geht es in Richtung Elisabethen-See. Hier hat man zum ersten Mal einen Einblick in das Naturschutzgebiet und man begegnet den ersten Wasservögeln. Auch die seltene Bisamratte kann man dort beobachten.
Man kommt nun an dem kleinen Stauwehr vorbei, das schon oft für Diskussionen sorgte und das die Landschaft für die Zukunft entscheidend durch seinen Wasserverlauf beeinflussen wird. An der Osthofener Straße (Bahnübergang) angekommen, führt der Weg ein Stück lang durch Eich. Wir zweigen ab in den Alsheimer Weg und gehen den Uwerweg (Uferweg) entlang, der schon seit jeher von den Einheimischen so genannt wird.

Weißdorn und Holunder bilden einen Ufergürtel, der die Kulturlandschaft von dem Naturschutzgebiet trennt. In der Böschung finden Feldkaninchen ihre ideale Umgebung. Sie wiederum sind Nahrung für Raubtiere und -vögel.
Der Blick geht zum Sandhügel über die Weinberge hinüber zu den sanften Hügeln bei Mettenheim, Alsheim und nur die ferne Eisenbahn stört kurz die Ruhe. Über das Schilf hinweg sehen wir den Talau-See. In ihm wurden die Reste einer Schiffsmühle gefunden. Sie gilt als einzigartig in Deutschland und wird als einmaliges Ausstellungsstück in Museen in ganz Europa gezeigt. Ein Modell davon ist im Gimbsheimer Heimatmuseum ausgestellt.

Zwischen Reben und Obstbäumen erreicht man den Ortsrand von Gimbsheim, doch wir biegen vor der Straße L 437 ab in Richtung Hühnerfarm / MDL-Lager und vorbei zum Fossilien-See. Nun geht es zwischen den beiden Seen hindurch.
Der Elisabethen-See, den die Surfer gepachtet haben, ist die letzte Station, bevor man das Naturschutzgebiet verlässt und wieder am Ausgangspunkt Altrheinsee nahe der Gimbsheimer Straße der L 437, ankommt.